Verschiebung Haltestelle Sattel

Pfäffikon SZ - Arth Goldau

Facts & Daten

Bauherr SOB AG, 8833 Samstagern 
Projektleitung Schällibaum AG - Andreas Rhyner 
Bauleitung Schällibaum AG - Sandro Dörig 
Planung / Ausführung 2020 - 2023 
Baukosten CHF 3.5 Mio. 
Leistungen Ingenieurleistungen Bahnbau,
Ausschreibung bis Inbetriebnahme
 

Projektbeschrieb

Der ehemalige Bahnhof Sattel auf der Strecke Pfäffikon SZ bis Arth Goldau genügte den Anforderungen des BehiG (Behindertengleichstellungsgesetz) nicht mehr und musste bis spätestens Ende 2023 angepasst werden. Das ÖV-Konzept des Kantons Schwyz beinhaltete eine halbstündliche Verbindung zwischen den Kantonsteilen Ausserschwyz und Innerschwyz und sah hierfür im Bereich des ehemaligen Restaurants Krone in Sattel die Realisierung eines ÖV-Knotens Bahn-Bus vor. In einer vom Kanton Schwyz beauftragten Studie wurden verschiedene Varianten entworfen und bewertet. Der Standort Sattel Krone stellte sowohl wirtschaftlich als auch betrieblich den idealen Standort für einen ÖV-Knoten Bahn-Bus dar. Der Haltepunkt wurde so geplant, dass zu einem späteren Zeitpunkt für einen Halt des Voralpen-Express mit Verstärkungskomposition (Traverso) die Perronlänge einfach von 170 m auf 225 m verlängert werden kann. 
Der Perimeter umfasst rund 500 m der SOB Strecke 673, Biberbrugg - Arth- Goldau. Der neue Haltepunkt befindet sich in der Kernzone und grenzt auf der gegenüberliegenden Seite an Wohn- und Grünzone. Für den Neubau des Haltepunktes wurde talseitig zum bestehenden Gleis ein neuer Aussenperron von 170 m Länge mit einer Einstiegskantenhöhe von 55 m (P55) erstellt. Der Perron wurde aufgeständert ausgeführt. Die Perronbereiche sind in Beton ausgeführt und mit Besenstrich aufgeraut. Die Perronoberfläche weist ein Quergefälle von 2 % weg vom Gleis und ein kontinuierliches Längsgefälle von 5 % auf. Auf der Rückseite wird das Perronwasser mittels Rinne gefasst und in einer unter der Platte aufgehängten Perronlängsleitung gesammelt. Die minimale Perronbreite des Aussenperrons beträgt 2.51 m. Der mittlere Bereich des Aussenperrons grenzt an das Kundencenter mit Wartehalle. Auf Strassenniveau wurde ein Technikraum ausgebildet. Der Hauptzugang zum Perron erfolgt über eine 19 m lange Rampe mit einem Längsgefälle von 12 %. In deren Verlängerung befindet sich eine 17.5 m lange horizontale Wartefläche mit einer ca. 10 m langen Wartehalle. Dieser mittlere Bereich des Aussenperrons mit Rampe und Wartefläche ist überdacht. Die Überdachung besteht aus Längs- und Querträgern sowie Stützen in Stahl, die Dacheindeckung wurde in Holz mit Abdichtung ausgebildet. Für Begehung und Unterhalt des Perrondaches wurde mittig eine Absturzsicherung angebracht mit Zugangsvorrichtung von der Platzseite aus. Der Stützenabstand in Längsrichtung beträgt 7.90 m. Das Dach weist Abmessungen von 42.00 m in der Länge und 6.31 m in der Breite auf und ist in Bezug zur Mittelachse der beiden Stützenreihen leicht exzentrisch Richtung Gleis angeordnet. Das Dach ist auf der aufgeständerten Perronanlage fundiert. Am Perronende Seite Rothenthurm dient eine stirnseitig angeordnete Betontreppe als Perronzugang. Seite Steinerberg befindet sich ein zusätzlicher Perronzugang, ebenfalls über eine Betontreppe. Alle absturzgefährdeten Flächen wurden mit Staketengeländer eingefasst.